Alte, moderne und zeitgenössische Kunst
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Hans Kratzer (*1874): Voralpenlandschaft |

Voralpenlandschaft. Öl auf Malpappe. Unten rechts signiert. Bildformat: 44 x 55 cm. Gerahmt. Einwandfreier Zustand. --- Hans Kratzer war Genremaler in München. Geboren wurde er 1874 in Nymphenburg. Er besuchte zunächst die Münchner Kunstgewerbeschule um anschließende an der Akademie in München zu studieren. Er war Schüler von J. Herterich, W. Lindenschmit und W. v. Diez. 1897 führte ihn eine Studienreise nach Rom. Ein Schwerpunkt seines Schaffens sind Bilder aus dem Kloster- und Bauernleben. Daneben war er auch als Porzellanmaler für die Nymphenburger Manufaktur tätig, wo er u.a. ein fast 100teiliges Service für König Ludwig III. mit Rokokomotiven dekorierte. Mehrfach stellte er im Münchner Glaspalast aus.
Literatur: Thieme/Becker: Band 21, 1999, S. 436.
Preis: 420,00
Fragmentblatt: Mittelalterliche lateinische Handschrift |

Lateinische Handschrift auf Pergament aus dem 15. Jahrhundert. Ein Blatt. Fragment aus einem Missale etwa um 1460. Frühe Handschrift in brauner Tinte mit eingemalten Initialen in Rot und Blau. Zweispaltiger Text. Fragmentgröße: 27,5 x 41,5 cm. Rückseite ebenfalls alt beschriftet. – Fragment, das als Einbandbezug eines theologischen Druckes benutzt worden war. Mit den Gelenken des einstigen Einbandes entsprechenden Knicken und Einschnitten. Text in Spalte zwei der rechten Seite beschnitten. Text in Spalte zwei der linken Seite mit kleineren Wurmlöchern. Teils etwas fleckig bzw. etwas gedunkelt. Seltenes Handschriftenblatt. Rund 550 Jahre alt!
VERKAUFT
Carl Schwenn (1888-1973): Kleiner Hafen in einer dänischen Stadt |

Kleiner Hafen in einer dänischen Stadt. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert. Bildformat: 60 x 74 cm. Alt gerahmt. Einwandfreier Zustand. --- Der dänische Maler Carl Joseph Schwenn wurde 1888 in Aarhus geboren. Von 1908 bis 1912 studierte er Malerei an der Kunstakademie in Kopenhagen. Anschließend führten ihn Studienaufenthalte nach Paris und Südfrankreich (1912-1913), später nach Pompeji und Ravello (1920-1921) sowie 1927 nach Avignon. Ab 1940 war er als Dozent an der Kopenhagener Akademie tätig. Er wurde mehrfach mit Stipendien und Preisen ausgezeichnet. Carl Schwenn malte neben Bildnissen überwiegend Landschaften. Seine mit leichter und sicherer Hand gemalten Bilder zeigen einen eigenen Malstil, beeinflusst vom französischen Impressionismus. Carl Schwenn starb 1973 in Kopenhagen.
Literatur: Thieme/Becker: Band 30, 1999, S. 382. – Vollmer: Band 4, 1999, S. 242. – Weilbachs Kunstnerleksikon: "S".
Preis EUR 900,00
Johannes Eppelein (1891-1965): Taschenturm in Ingolstadt. Frühes Gemälde von 1922 |

Johannes Eppelein: Taschenturm in Ingolstadt mit Gärten und Mädchen. Ein frühes, großformatiges und prächtiges Gemälde des bekannten Ingolstädter Vedutenmalers. Öl auf Leinwand. Rechts unten signiert und datiert (1922). Bildgröße: 74 x 56 cm. Schöner passender Rahmen. Einwandfreier Zustand. --- Johannes Eppelein wurde 1891 in Münchsteinach geboren. Nach dem Abitur begann er eine Zeichen- und Grafikausbildung an der Kunstgewerbeschule in Nürnberg bei den Professoren Rudolf Schiestl und Hermann Gradl. 1910 bis 1914 studierte er an der Münchener Akademie, zunächst Zeichnen bei Prof. Angelo Jank, später Maltechnik bei Prof. Max Dörner. Von 1914 bis 1918 leistete er seinen Kriegsdienst als Leutnant d. Res. ab. Nach Kriegsende 1918 ließ er sich in Ingolstadt nieder, wo er bis zu seinem Tode 1965 lebte und arbeitete.
Literatur: Vollmer: Band 2, 1999, S. 44. – Münchner Maler: Band V, 1993, S. 213-214. – Saur: AKL. Band 34, 2002, S. 221. – Steinbeißer/Koller-Jaletzky: Ingolstädter Maler und Bildhauer im 19. und 20. Jahrhundert. 2009, S. 50-51.
Preis: EUR 1300,00
Carl Otto Müller (1901-1970): Frühes Ölbild von 1934 |

Carl Otto Müller: Sandgrube bei Schleißheim/München. Frühes Werk des bekannten Malers. Öl auf Leinwand. Unten recht monogrammiert "C.O.III" und datiert "(19)34". Bildformat: 61 x 70 cm. Passend neu gerahmt. Kleinere Schabspuren von der alten Rahmung von einem akademischen Restaurator fachmännisch ausgebessert. C. O. Müller wurde 1901 in Coburg geboren. Von 1918 bis 1925 besuchte er zunächst die Kunstgewerbeschule und anschließend die Münchener Akademie der Bildenden Künste, wo er Meisterschüler bei Prof. Karl Caspar war. 1927 Studienaufenthalt in Paris. Ab 1927 tätig als freischaffender Maler, zunächst in München und ab 1945 in Grösdorf/Kipfenberg. 1954 wurde er Präsident der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft sowie Schatzmeister bzw. Präsident der Ausstellungsleitung im Haus der Kunst in München. C. O. Müller, den man auch als den "Cézanne des Altmühltals" betitelte erhielt zahlreiche Auszeichnungen.: 1953 Kunstpreis der Stadt München, 1959 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, 1966 Offizier der französischen Ehrenlegion sowie den Bayerischen Verdienstorden. C. O. Müller hat mit hohem handwerklichen Geschick in Anlehnung an den Impressionismus seinen eigenen Stil entwickelt, der vorzugsweise die Helldunkel-Kontraste betont. Er starb 1970 in München.
Literatur: Vollmer: Band 3, 1999, S. 438. - Wilhelm Rüdiger: Der Maler C. O. Müller. Ingolstadt, 1976. - Steinbeißer/Koller-Jaletzky: Ingolstädter Maler und Bildhauer im 19. und 20. Jahrhundert. 2009, S. 60/61.
Preis: 2300,00 EUR
Michael Weigel (*1973), Ninette Mathiessen (*1974): Abstrakt |

Michael Weigel und Ninette Mathiessen: Abstrakt (ohne Titel). Dispersionsfarbe auf Leinwand. Links unten signiert „Weigel". Bildformat: 50 x 50 cm. Ungerahmt. Das Bild entstand 2011 in Travemünde im Rahmen eines Kunst-Events. Gestaltet wurde es in Gemeinschaftsarbeit von den beiden Künstlern.
Der Künstler Michael Weigel (M.A., Dr. phil.) promovierte im Rahmen seiner kunstpraktischen und -theoretischen Studien über Naturästhetik. Nach mehrjähriger universitärer Lehr- und Forschungstätigkeit, zuletzt zur Bildinterpretation hat er seine Anstellung gekündigt, um sich ganz der Malerei zu widmen. Bekannt wurde er vor allem mit seinen Bildern von Weite, Himmel und Meer, die er zwischenzeitlich in zahlreichen Ausstellungen wie z. B. in St. Petersburg, Helsinki, Kopenhagen, Dubai, New York und Miami präsentieren konnte.
Die freischaffende Künstlerin Ninette Mathiessen, geb. Schulz (*1974) fand erst 2006 zur Malerei im Wege des Selbststudiums. Sie hat sich darauf spezialisiert in Auftragsarbeit passende Kunstwerke für Räumlichkeiten und Gebäude themenbezogen anzufertigen. Sie selbst bezeichnet sich als „die Kunstwerkerin". Neben privaten und gewerblichen Auftraggebern finden sich auch namhafte Hotels wie die Grand SPA Resorts A-ROSA.
Preis: 390,00 EUR
Willi Bier (1919-1981): Baustelle mit Kränen im Altmühltal |

Willi Bier: Baustelle mit Kränen im Altmühltal. Aquarell auf Papier. Unten rechts signiert. Bildformat: 55,5 x 41,5 cm. Rückseitig verschiedene Aquarellskizzen. Der akademische Maler Willi Bier wurde 1919 in Zwittau geboren. Nach dem Abitur 1938 wollte er eigentlich Architektur studieren, doch die Einberufung zum Kriegsdienst 1939 vereitelte dieses Vorhaben. Eine Kriegsverletzung, bei der er seinen linken Unterarm verlor, zwang den Linkshänder fortan mit der Rechten zu arbeiten. 1942 immatrikulierte er sich an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, wo ihm 1945 der Meisterschulpreis verliehen wurde. Nach Kriegsende und Vertreibung aus seiner mährischen Heimat kam er 1949 nach Eichstätt, wo er als freischaffender Maler tätig war. Von 1961- 1977 arbeitete er als Kunsterzieher an der Knabenrealschule in Rebdorf. Daneben beschäftigte er sich weiterhin als Zeichner, Illustrator, Karikaturist und insbesondere als Aquarellmaler. Neben der Abfassung von Bildgeschichten und satirischen Zeichnungen war er der Landschaftsmalerei sehr zugetan. Wie bei den meisten seiner Arbeiten bevorzugte er auch hier die Aquarelltechnik. Willi Bier verstarb 1981 in Eichstätt.
Literatur: Saur: AKL, Band 10, 1995, S. 566. - Thomas Bier: Kalender Willi Bier 2001.
Preis: 200,00 EUR
Manfred Jaletzky (*1946): Holzskulptur |

Holzskulptur bemalt (Ölfarbe): Ohne Titel. Am Unterboden der Plinthe signiert und datiert 1998. Größe 85 x 58 cm. --- Manfred Jaletzky wurde 1946 in Ingolstadt geboren. Nach seiner Ausbildung als Kirchenmaler begann er 1969 sein Studium an der Münchner Akademie der Bildenden Künste, wo er von 1973-1975 Meisterschüler bei Prof. Frühtrunk war. Seitdem ist er als freischaffender Künstler tätig. Zunächst 10 Jahre in Garching bei München und seit 1985 in Ingolstadt. Manfred Jaletzkys Vorliebe gilt der Lithografie, die er mit eigener Presse auch selbst druckt. Seine Skulpturen sind meist Kompositionen aus Holzteilen, die er mit der Stichsäge ausschneidet, bemalt und zusammenfügt. Mehr zum Skurrilen neigen seine Metallfiguren aus Fundstücken und Schrottteilen, die unter der Hand des Künstlers neues Leben gewinnen.
Literatur: Steinbeißer/Koller-Jaletzky: Ingolstädter Maler und Bildhauer. 2009, Seite 162/163.
Der Verkauf erfolgt im Auftrag des Künstlers.
Preis (ohne den weißen Sockel): 1600,00 EUR
Prof. Sepp Happ (1912-1996): Blumenbild |
Prächtiger Blumenstrauß mit Vase. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert. Mit prunkvollem Rahmen. Einwandfreier Erhaltungszustand. Bildformat: 60 x 50 cm. --- Sepp Happ wurde 1912 in Bad Brückenau geboren. Er studierte von 1930-1933 an der Kunsthochschule Weimar. Anschließend absolvierte er ein Gaststudium an den Akademien Florenz und Rom. 1935 ließ er sich als freischaffender Maler in Bayrischzell nieder. Von 1957-1995 lebte und arbeitete er in Ingolstadt. 1990 erfolgte seine Ernennung zum Professor der Künste an der Accademia del Fiorino in Italien. Er starb 1996 in seinem Ferienhaus in Denia/Spanien. International bekannt wurde er vor allem mit seinen in altmeisterlicher Manier gemalten Blumenbildern.
Literatur: A. A. Ziese: Zeitkunst. Band 2. Nürnberg, arte factum, 1986, S. 88-95. Steinbeißer/Koller-Jaletzky: Ingolstädter Maler und Bildhauer. 2009, S. 82/83.
Preis: 750,00 EUR
Prof. Julius Seyler (1873-1955): Crevettenfischer mit Pferden und Karren |

Crevettenfischer mit zwei Pferden und Karren. Öl auf Malpappe. Unten rechts signiert. Bildformat: 60 x 80 cm. Unter Glas gerahmt. Das Gemälde ist in einem einwandfreien Zustand. Abgesehen von einigen Altersspuren ist der alte aufwändige Rahmen insgesamt gut erhalten. --- Julius Seyler studierte an der Münchener Akademie bei Dietz, Herterich und Zügel. Von 1913-1921 bewirtschaftete er eine Farm in den USA. Ab 1921 lebte und arbeitete er wieder in München, wo er 1955 verstarb. Aufgrund des Erfolges mit seinen Bildern wurde er 1924 zum Professor h.c. an der Akademie der Bildenden Künste in München ernannt. In seinen Arbeiten fand er zu einem unverwechselbaren Stil, beeinflusst vom Impressionismus und der Schule von Barbizon.
Literatur: Thieme/Becker. Band 30, 1999, Seite 554. Vollmer. Band 4, S. 267. Münchner Maler. Band 6, 1994, S. 361.
Preis: 750,00 EUR